Das Jahr des Hundes – gute Vorsätze mit Achtsamkeit im zweiten Anlauf

Das Chinesische Neujahr bringt viel Raum für Achtsamkeit mit sich

Während in westlichen Gefilden die Neujahrsvorsätze so langsam abflachen, lodern nach dem chinesischen Kalender alle Wünsche für ein erfolgreiches Neues Jahr gerade zur Hochform auf. Aber was soll es bringen, das Jahr des Erd-Hundes?

 

Persönlichkeit und Individualität

So sehr wir auch planen und organisieren, laut dem chinesischen Kalender kann im Jahr des Hundes schnell wieder alles über Bord geworfen werden. Obwohl es alles in allem ein sehr gutes Jahr wird. Aber anders: Es ist das Jahr der Bewegung und Aktion.

Wenn um uns herum viel los ist, warum nicht einfach den Weg nach innen suchen? In Ruhe und Achtsamkeit das finden, was uns stark macht. Um hier Stabilität zu gewinnen, an seiner Individualität zu arbeiten und um persönliche Stärken heraus zu finden und diese zu fordern und zu fördern.

Denn auch dies begünstigt die fernöstliche Astrokunst: Wer im nicht Planbaren Halt sucht, kann in diesem Jahr durch individuelle Entfaltung und einer starken Persönlichkeit besonders gute Ergebnisse erzielen.

Seit Beginn des Jahres habe ich in vielen Trainings und Coachings Menschen erlebt, die sich als guten Vorsatz für dieses Jahr vorgenommen haben, achtsam mit sich zu sein. Ein junger Manager, der unter seinem Chef nicht richtig wahrgenommen wird, eine Assistentin der Geschäftsleitung, die sich falsch verstanden fühlt, eine Projektleiterin, die sich nicht zutraut, vor einer großen Gruppe ihr tolles Werk zu präsentieren. Alle eint die Tatsache, dass sie nicht achtsam mit sich sind und sich entgegen ihrer Vorsätze vom Rauschen des Alltags einholen lassen. Die Lösung? Sehen Sie später selbst, wie es den Dreien ergangen ist.

 

Achtsamkeit in kleinen Schritten

Wie wäre es, mit dem Beginn des chinesischen Neujahrs einen zweiten Versuch zu starten, um die guten Vorsätze doch noch auf die Startbahn zu bekommen? Schon ein paar bewusste tiefe Atemzüge lassen uns wieder uns selbst wahrnehmen. Und wir stellen dann oft fest, wie schön es sich anfühlt, wie schade es aber zugleich ist, dass wir dieses oder jenes mal wieder nicht für uns tun konnten. Manchmal müssen wir erst jemanden treffen, eine schicksalhafte Geschichte hören oder lesen um für so manch Triviales einfach dankbar zu sein.

Gerade gestern sprach ich mit einem sehr netten Menschen, der mir von seinen Erfahrungen in einem Klosterseminar berichtete. Er sprach von hochgeschätzter Ruhe und Achtsamkeit für die kleinen Momente. Beeindruckt war ich vor allem über folgende Erkenntnis: Er bat mich zunächst, mir einen Zollstock von achtzig Zentimeter vorzustellen. Dann legte er seinen Ellenbogen quer in die Luft und sagte: „So, für jedes Lebensjahr nehmen wir einen Zentimeter. Und mein Ellenbogen bedeckt etwa 55cm. Das entspricht meinem Alter. Wenn ich nun schaue, wie klein das restliche Stück vom Zollstock ist, frage ich mich, wie ich meine verbleibenden Jahre noch gut nutzen kann?“

Sofort erinnerte ich mich an meine drei Schützlinge im Coaching und ich riet diesem Menschen in dem Moment genau dasselbe: „Seien Sie achtsam mit sich…“

Was genau bedeutet dies für die Drei aus meinem Coaching? Der junge Manager hat über Übungen zur Muskelentspannung und Atemtechniken einen ganz neuen Zugang zu sich gefunden und war nach unserem Treffen sogar so entspannt, dass wir die Sitzung viel früher als geplant beendet haben. Er wird daran arbeiten, wertvolle Eigenschaften an sich wahrzunehmen und diese zu notieren. Der Assistentin der Geschäftsleitung habe ich ein behutsames Coaching bei einer befreundeten Kollegin empfohlen und ihr angeboten, jederzeit darüber zu reflektieren, wenn sie das Bedürfnis verspürt. Und die Projektleiterin? Die hat sich gleich für eine komplette Trainingsmaßnahme zur Förderung ihrer individuellen Präsentationskompetenzen entschieden. Zudem möchte sie sich rhetorisch weiterentwickeln und freut sich auf unser Frühjahrsseminar zum Thema Schlagfertigkeit am 24. März. https://www.facebook.com/events/2078685715699559/

 

Als ich ihr dann von den Vorhersagen über das Jahr des Hundes im chinesischen Mondhoroskop berichtete, mussten wir beide schmunzeln. Aber es lag ein gewisser Zauber in der Luft, und sie versicherte mir, dass sie die Arbeit an ihrer Persönlichkeit jetzt in zweiten Anlauf auf jeden Fall schaffen möchte.

 

In diesem Sinne,

Gong Xi Fa Cai, Happy New Year

Ihre Petra Motte