Gut präsentieren – nichts als heiße Luft?

 

Mit der richtigen Atemtechnik zu mehr Klang in der Stimme

 

Sie kennen es auch, dieses Gefühl, vor einer Gruppe zu stehen, und genau in dem Moment, wenn es so wichtig wird, geht ihnen die Luft aus? Das löst nur noch mehr Unwohlsein aus und die Atmung wird immer kürzer und panischer? Genau diese Momente nehmen wir ins Visier, wenn es darum geht, mit der richtigen Atmung zu einer kräftigen Stimme zu gelangen. So präsentieren Sie mit einer inneren stabilen Haltung und im wahrsten Sinne des Wortes auch mit guter Belüftung.

Einmal in die Röhre schauen

Die Basis für einen guten und überzeugenden Klang in der Stimme ist ein gesundes und regelmäßiges Training, was mit einigen Tricks und Tipps richtig Spaß macht. Handwerkszeug dazu gibt es viel. Eine Möglichkeit ist, mit einem speziellen Silikonschlauch eine kleine Menge Wasser in einer Flasche  aufzuwirbeln. Erfahrungsgemäß schauen unsere Teilnehmer dabei gern in die Röhre, in diesem Fall um sich zu überzeugen, dass es sich dabei wirklich nur um einen einfachen Silikonschlauch handelt. Der Schlauch hat dabei allerdings einen bestimmten Durchmesser, um die optimale Öffnung von Mund und Kiefer zu gewährleisten und ein gezieltes Training der zugehörigen Muskelgruppen zu ermöglichen. Die Wassermenge wird nach und nach erhöht, bis die Stimmlappen stark genug sind, es mit dem Wasserwiderstand aufzunehmen. Durch angeleitete Sprachübungen nimmt jeder eine Veränderung seiner Stimme wahr. Manche, die zuerst etwas krächzend präsentieren, finden sich in eine weichere Resonanzstimme ein. Andere präsentieren recht schnell und kurzatmig. Sie finden auf diese Weise etwas Entschleunigung. Spätestens wenn jeder einen längeren Satz durch das Wasserbad vibriert hat, liegt der Spaßpegel in unserer Gruppe ganz oben. Das ist ein sehr schöner Nebeneffekt.

 Spannende Übungen lauern im Alltag

Um sicher zu präsentieren empfehlen wir kleinere Atemübungen für unterwegs. Wann haben Sie denn zum letzten Mal richtig tief ein- oder ausgeatmet? Und wetten, dass Sie es genau in diesem Moment tun, um es aus zu probieren? Nehmen Sie ruhig häufiger am Tag die Gelegenheit wahr, tief durchzuatmen. Und entdecken Sie dabei, wie unterschiedlich es sich anfühlt, ob Sie über Bauch- oder Brustatmung Ihr Lungenvolumen testen. Wann haben Sie das letzte Mal einen Ballon aufgepustet? Auch dies ist eine sehr schöne Übung für die Atemmuskulatur, sich als wertvolles Instrument auf dem Weg zu einer vollen Stimme zu präsentieren. Und wenn Sie das nächste Mal eine Plastikflasche geleert haben, zerdrücken Sie sie mit einer Hand und versuchen Sie dann, die entstandenen Falten wieder heraus zu blasen. Sie werden feststellen, wie viel Kraft dies für Ihre Atemmuskeln bedeutet. Gleichzeitig geben Sie minimale Impulse an Ihr Zwerchfell und ihre Bauchmuskulatur.

Eine der schönsten Übungen, um die Atmung mal wieder bewusst zu aktivieren ist es, von Herzen zu lachen. Nicht umsonst heißt es: Lachen ist gesund. Manche Workshop-Teilnehmer präsentieren sich dann etwas unsicher und sind zunächst davon überzeugt, dass man nicht einfach so loslachen könne, zumal es doch in vielen Organisationen gar nichts zu lachen gäbe. Und dann probieren sie es einfach aus. Es ist immer wieder erstaunlich, wie dynamisch sich die Gruppe nach und nach in diese Situation hinein fallen lässt, bist schließlich alle von Herzen lachen, ohne eigentlich zu wissen, worüber. Sie präsentieren sich tränenüberströmt mit wackelnden Bäuchen und empfinden dies in der Gruppe als völlig leicht und angenehm. Danach ist es dann gar nicht so einfach, damit auf zu hören, weil es sich doch so schön und so leicht anfühlt. Dass wir auf diese Weise unser Zwerchfell aus dem Dornröschenschlaf geweckt und die gesamte Stimm- und Atemmuskulatur richtig gut auf Hochtouren gebracht haben, ist dabei ein angenehmer Zusatzgewinn.

Wie heißt es doch so schön? Wer zuletzt lacht, der lacht am besten. Und wenn Ihnen einer sagt: „Nun halt aber mal die Luft an!“, nehmen Sie dies doch gleich als neuen Vorschlag in Ihr Trainingsprogramm auf.

In diesem Sinne,

gehen Sie ruhig mal wieder in de Luft,

Ihre Petra Motte

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2018-05-29T14:29:01+00:0027.04.2018|Management, Moderation/Präsentation|0 Kommentare